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Entstehung von Vulkanen

Prinzip der Vulkanentstehung Es gibt ca. 1900 aktive Vulkane auf unserer Erde. Vulkane treten meistens dort auf wo die einzelnen Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Sie sind daher vermehrt dort anzutreffen, wo die Platten aneinander-reiben. Die Erdplatten (Plattentektonik) schwimmen auf dem Magma des Erdinnern, vergleichbar mit Eischollen auf dem Meer. Dort wo zwei angrenzende Platten auseinanderdriften befinden sich die Tiefseegräben. Das dort vorkommende Magma ist basaltisch. Hierzu gehören hauptsächlich rote Vulkane oder Schildvulkane. Vulkane auf dem Land (Subduktionszone) treten dort auf, wo zwei Erdplatten aufeinander geschoben werden. Hierbei wird eine Erdplatte unter die andere geschoben. Die von der abtauchenden Platte aufgeschmolzene Gesteinsschicht (meist SiO2-reiches Gestein, Quarz) hat eine geringere Dichte als das Magma im Erdkern. Durch die geringere Dichte steigt es wie warme Luft nach oben. Das so nach oben beförderte Magma schmilzt weieres Gestein auf und es kommt zum Durchbruch mit Bildung des Vulkanes. Das rechte Bild zeigt zur Verdeutlichung diesen Effekt. Solche Vulkane bezeichnet man als graue Vulkane oder Schichtvulkane.

Ein Hot-Spot Ein andere Vulkanevariante stellen die sog. Hot Spots (auch Plume oder Plutone genannt) von denen es weltweit zurzeit nur etwa 40 gibt dar. Ein Hot Spot ist ein ortsfester Aufschmelzungsbereich im Erdmantel unter der Lithosphäre der bereits seit einem sehr langen Zeitraum besteht (ca. 100 Millionen Jahre). Da sich die Lithosphärenplatten während dieser langen Zeiträume im Verlauf der Plattentektonik über einen "Hot Spot" hinweg schieben, bilden sich in einer Reihe hintereinander neue Vulkane. Die Hawaii Inseln sind z.B. durch einen Hot Spot entstanden - die jüngste Insel Hawaii ist erst 400.000 Jahre alt, während die älteste der 6 Vulkaninseln Kauai im Nordwesten bereits vor etwa 5,1 Millionen Jahren entstanden ist. So ist die Entstehung der Kanarischen Inseln auf den selben Effekt zurückzuführen. Auch unter Island befindet sich ein solcher Aufschmelzungsbereich oder Hot Spot. Wir brauchen jedoch nicht soweit zureisen, denn die deutsche Vulkaneifel beruht auch auf einen solchen heißen Punkt.

Karte der Plattentektonik Auf den beiden nachfolgenden Grafiken kann man sich sehr schön die Plattentektonik vor Augen halten. Die Lithosphärenplatten teilen sich in insgesamt 7 Haupt-platten auf - Pazifische-, Antarktische-, Nord- und Südamerikanische Platte, Afrikanische und Eurasische Platte sowie Indisch-Australische Platte. Die rechte Grafik ist etwas klein, hier daher eine größere Ansicht und Darstellung der Plattentektonik (799 x 545 Pixel, 80KB).

NASA Karte der Plattentektonik Die oben genannten 7 Platten sind durch Tiefseegräben oder ozeanische Rücken voneinander getrennt. An den Rücken entsteht aus basaltischem Magma, das aus dem Oberen Erdmantel emporsteigt, neue ozeanische Kruste. Die Fachleute bezeichnen dies als Ozeanboden-Spreizung oder auch Seafloor Spreading. An den Rücken steigt Magma empor und in den tiefen Meeresgräben sinkt die Kruste in den Erdmantel wieder ab. So entsteht ein Gleichgewicht zwischen der Bildung und dem Abtauchen von Gestein. Ein schönes Beispiel für Tiefseegräben ist der Marianengraben wo Tiefen von 11.000 m unter NN gemessen wurden. Hier auch eine bessere Ansicht der NASA - Tectonic Activity Map of the Earth (1280 x 838 Pixel, 281KB). Eine sehr schöne und anschauliche Karte - wo die Vulkanaktivität der letzten 1.000.000 Jahre eingetragen ist.

Quelle Bildmaterial: Die farbliche Grafik der Plattentektonik stammte im Original vom United States Geological Survey. Die "Tectonic Activity Map of the Earth" stammt von der NASA. Beide Grafiken wurden als Public Domain in der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA bezeichnet.
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