Olivin - ein Vulkangestein

Olivin ist das Mineral der Feuerberge. Es kommt immer dort vor, wo auch vulkanische Aktivitäten zuverzeichnen
sind. Es ist ein gesteinsbildendes Material, welches in kieselsäurearmen Eruptivgesteinen,
wie Basalt, Gabbro, Trokolith und Periodotit vorkommt. Olivin findet man als Einschlüsse in manchen Basalten.
Er entsteht auch bei der Metamorphose magnesiumhaltiger Sedimente, besonders von unreinen Dolomiten. Eine Variante
Fyalit findet man in manchen schnell abgekühlten Effusiva (vulkanische Gesteine) wie Pechstein.
Und natürlich ist Olivin auch ein wichtiges Begleitmineral in Stein und Stein-Eisen-Meteoriten.
Als häufiges Mineral ist er daher auch in den Mondbasalten zufinden.

Schöne oder gut aussehende Kristale findet man eher selten. Gewöhnlich ist eine körnige
Struktur in Basalt- und Eruptivgesteinen die Regel. Wie lautet nun die chemische Bezeichnung
von Olivin? Es besteht hauptsächlich aus Silizium-Oxiden (Mg, Fe)2 SiO4 mit Einschlüssen von Magnesium
und Eisen. Durch diese Begleitelemente wird auch die grüne bisweilen braun-grünliche und schwarze Farbe
erzeugt. Silizium-Oxide sind die häufigsten Mineralien auf unserer Erde. So ist Quarz SiO2 auch eine
Silizium-Oxid Verbindung. Sicherlich kennt jeder von uns die durchsichtigen Quarzstufen.
Das beindruckenste Beispiel für die Quarzvorkommen auf unserer Erde ist das weite Sandmeer der Sahara,
welches aus kleingeriebenen Quarzsand besteht. Bekannt ist auch der grüne Sand von den Stränden Hawaiis
der seine Farbe durch das vulkanische Olivin erhalten hat.

Klare und große Olivinkristalle sind geschätzte Schmucksteine und werden als
Peridot oder Chrysolith bezeichnet. Hingegen wird Normaler Olivin bei der Herstellung
von hitzeresistenten Gläsern eingesetzt. Olivine kristallisieren im orthorhombischen
Kristallsystem, haben eine Härte zwischen 6,5 und 7, eine im reinen Zustand
gelbgrüne, sonst auch gelbbraune bis schwarze Farbe und weiße Strichfarbe.
Die Kristalle sind meist prismatisch oder tafelig.

Die Bilder der Olivinstücke stammen aus meiner Mineraliensammlung.
Während unseres Urlaubes auf Lanzarote habe ich diese für 2 Euro einem Einheimischen abgekauft, der
die besten Fundstätten der Gegend kennt. Die Nahaufnahme zeigt schön die verschiedenen Farbvarianten
und die körnige Struktur.